Fachbegriffe - Urologie & Prostata


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A

Androgene:
Männliche Geschlechtshormone (z.B. Testosteron)

α1-Rezeptorenblocker (= gesprochen: Alpha-eins-Rezeptorenblocker):
Wirkstoff, der die glatte Muskulatur an Prostata und Harnröhre entspannt und dadurch das Wasserlassen erleichtern kann

5-α-Reduktasehemmer (= gesprochen: Fünf-alpha-Reduktasehemmer):
Wirkstoff, der in den Hormonhaushalt des Körpers eingreift und dadurch die Größe der Prostata verringern kann

Anurie:
Fehlende oder nur sehr geringe Harnausscheidung (weniger als 100 ml Harn in 24 Stunden)

 

B

Beckenbodengymnastik:
Krankengymnastische Übungen zur Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur; wird bei Patienten mit einer Harn- oder Stuhlinkontinenz als therapeutische Maßnahme eingesetzt

Belastungsinkontinenz:
Zustand, wenn Patienten bei körperlicher Belastung oder Anspannung den Urin nicht mehr halten können

benigne Prostatahyperplasie (BPH):
gutartige Prostatavertrößerung

Biopsie:
Entnahme einer Gewebeprobe

Blasensteine:
Harnsteine in der Blase, die sich häufig als Folge einer Blasenentleerungstörung bilden

BPH (benigne Prostatahyperplasie):
gutartige Prostatavergrößerung

BPS (benignes Prostatasyndrom):
Sammelbegriff für alle Krankheitszeichen, die durch eine gutartige Vergrößerung der Prostata bedingt sind

 

D

Digital-rektale Untersuchung (DRU):
Untersuchungsmethode, bei der der Arzt mit dem Zeigefinger vom After aus die Prostata ertastet und so Aussagen über deren Größe, Beschaffenheit und Schmerzempfindlichkeit treffen kann

Dihydrotestosteron:
Wirksamste, körpereigene Form von Testosteron: wird im Körper aus Testosteron gebildet (z.B. in der Prostata)

Dranginkontinenz:
Häufiger, sehr starker Harndrang, der von unfreiwilligem Harnverlust begleitet wird

Dysurie:
Schmerzhafter Harndrang mit Problemen beim Wasserlassen

 

E

Extrakorporale Stoßwellenlithotrypsie (ESWL):
Behandlungsmethode, bei der Nieren- und Harnleitersteine durch gebündelte Schallwellen zertrümmert werden

 

H

Hämaturie:
Zustand, wenn Blut im Urin enthalten ist

Harnblase:
Hohlorgan im Becken als Sammelspeicher für Urin

Harninkontinenz:
Unfähigkeit, den Harn in der Blase zu halten

Harnleiter (Ureter):
Verbindung zwischen Niere und Harnblase

Harnröhre (Urethra):
Verbindung zwischen Harnblase und Körperäußerem

Harnsteine:
Ablagerungen von Urinbestandteilen; können in Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre vorkommen

Harnstottern:
Zustand, wenn Patienten beim Wasserlassen mehrmals aufhören und neu beginnen müssen

Harnverhalt:
Unfähigkeit, die Harnblase zu entleeren

Harnwege (Harntrakt):
Oberbegriff für alle Organe, die den Harn speichern oder aus dem Körper transportieren (Niere, Harnleiter, Harnblase, Harnröhre)

Harnwegsinfekt:
Zustand, wenn sich Krankheitserreger in den Harnwegen befinden

 

I

Impotenz:
Mangelnde Erektionsfähigkeit des männlichen Gliedes

Infertilität:
Unfruchtbarkeit

Inkontinenz:
Unfreiwilliger Abgang von Harn (Harninkontinenz) bzw. Stuhl (Stuhlinkontinenz)

IPSS (Internationaler Prostata-Symptomen-Score):
Test, bei dem der BPH-Patient Fragen zu Beschwerden und Lebensqualität beantworten muss; durch die Auswertung kann der Arzt die Schwere der Erkrankung beurteilen

 

K

Katheter:
Schlauchförmige Instrumente, die in verschiedene Organe (z.B. Harnblase, Herz und Magen) eingeführt werden können; werden zu Untersuchungszwecken oder auch zur Therapie eingesetzt

 

M

Miktion:
Harnentleerung

 

N

Nadelpunktion:
Einstich mit einer Nadel in gezielte Körperbereiche; wird z.B. zur künstlichen Entleerung der Harnblase eingesetzt

Nykturie:
Gehäuftes Wasserlassen in der Nacht

 

P

Phytopharmaka:
Pflanzliche Arzneimittel

Prostata (Vorsteherdrüse):
Teil der inneren Geschlechtsorgane des Mannes; liegt im Becken unterhalb der Blase und umschließt die Harnröhre

Prostatahyperplasie:
Prostatavergrößerung, gutartige (benigne Prostatahyperplasie BPH)

Prostatitis:
Entzündung der Prostata

PSA (Prostata-spezifisches Antigen):
Körpereigener Stoff, der von der Prostata gebildet wird und für Diagnose und Verlaufskontrolle des Prostatakarzinoms eine wichtige Rolle spielt; erhöhte PSA-Werte im Blut können auch bei der BPH auftreten

 

R

Restharn:
Urin, der nach dem Wasserlassen in der Harnblase zurückbleibt

 

T

Testosteron:
Männliches Geschlechtshormon

Transurethral:
Durch die Harnröhre hindurch

Transurethrale Prostataresektion (TUR-P):
Operationstechnik, bei der Teile des Prostatagewebes durch die Harnröhre hindurch entfernt werden

Transurethrale Mikrowellentherapie (TUMT):
Operationstechnik, bei der Prostatagewebe durch Mikrowellen zerstört wird

Transurethrale Nadel-Ablation (TUNA):
Operationstechnik, bei der Prostatagewebe durch Hochfrequenzstrom zerstört wird

 

U

Überlaufblase:
Tröpfchenweiser, ständiger Urinabgang bei sehr voller Blase

Urämie (Harnvergiftung):
Endstadium des Nierenversagens; die Nieren sind nicht mehr in der Lage, den Körper von Stoffen zu befreien, die über den Harn ausgeschieden werden müssen

Ureter (Harnleiter):
Verbindung zwischen Niere und Harnblase

Urethra (Harnröhre):
Verbindung zwischen Harnblase und Körperäußerem

Urinsediment:
Bodensatz des Urins, der unter einem Mikroskop untersucht wird; die Ergebnisse können Hinweise auf bestimmte Erkrankungen geben

Urinstatus:
Untersuchung der Beschaffenheit des Urins

Uroflowmetrie:
Diagnostisches Verfahren zur Bestimmung der Stärke des Harnstrahls; dient zur Feststellung von Blasenentleerungsstörungen

Urogenitaltrakt:
Oberbegriff für den Harn- und Genitaltrakt

Urologe:
Arzt, der sich auf den Harntrakt und dessen Erkrankungen spezialisiert hat

Uro-Sonographie:
Ultraschalluntersuchung des Harntraktes

 

V

Vorsteherdrüse (Prostata):
Teil der inneren Geschlechtsorgane des Mannes; liegt im Becken unterhalb der Blase und umschließt die Harnröhre